
Wer über eine der schmalen Gassen in das Herz von Siena tritt, taucht in eine Stadt ein, die ihr mittelalterliches Gesicht nie wirklich abgelegt hat. Rötliche Backsteinfassaden, enge Durchgänge und plötzliche Lichtöffnungen auf weite Plätze erzeugen das Gefühl, durch eine Theaterkulisse zu gehen, in der seit Jahrhunderten dieselbe Geschichte gespielt wird – nur mit immer neuen Darstellerinnen und Darstellern. Im Mittelpunkt steht die Piazza del Campo, jener muschelförmige Platz, der Siena weit über Italien hinaus berühmt gemacht hat.
Siena ist jedoch viel mehr als nur dieser eine Platz. Die Stadt vereint sakrale Kunst, bürgerlichen Stolz, studentisches Leben und tief verwurzelte Nachbarschaftskulturen in den sogenannten Contraden – Stadtvierteln, die bis heute Identität stiften, Rivalitäten pflegen und für zwei Tage im Jahr den Puls einer ganzen Region bestimmen.
Die Geschichte Sienas ist eng mit der geographischen Lage in der Toskana verknüpft. Bereits in etruskischer Zeit existierte eine Siedlung in diesem Gebiet, doch zum eigentlichen Aufstieg kam die Stadt im Mittelalter, als Siena zu einem bedeutenden Handels- und Bankenzentrum wurde. Im 13. und 14. Jahrhundert rivalisierte die Stadt mit Florenz um Macht und Einfluss, was sich in monumentalen Bauprojekten, kunstvollen Kirchenausstattungen und repräsentativen Palästen widerspiegelt.
Trotz dieser Brüche bewahrte die Stadt eine beeindruckend geschlossene mittelalterliche Struktur. Die gesamte Altstadt steht heute als UNESCO-Welterbe unter Schutz. Zugleich prägt die Sieneser Malerschule mit Künstlern wie Duccio di Buoninsegna, Simone Martini und den Brüdern Lorenzetti bis heute das Bild der Stadt in Museen und Kirchen.
Architektur und Stadtbild: Dom, Campo und Contraden
Der Dom von Siena – schwarz-weiße Steinkathedrale
Der Duomo di Siena, offiziell der Kathedrale Santa Maria Assunta geweiht, gehört zu den eindrucksvollsten Kirchenbauten Italiens. Die Fassade aus weißem und dunkelgrünem Marmor wirkt wie steinerne Spitze, die sich in mehreren Ebenen zum Himmel auftürmt. Innen beeindrucken der gestreifte Säulenwald, der reich verzierte Fußboden mit zahlreichen Intarsien und die Werke großer Künstler, unter ihnen Donatello, Michelangelo und Bernini.
Spannend ist der Blick auf das „Duomo Nuovo“-Fragment an der Seite: Ursprünglich sollte der Dom im 14. Jahrhundert erheblich vergrößert werden, doch die Pest stoppte das Projekt. Die stehen gebliebenen Mauern sind heute begehbar und dienen als Aussichtspunkt – sie erzählen von Ambitionen, die die Geschichte überrollt hat.
Die Piazza del Campo ist das Herz der Stadt. Ihre muschelförmige, leicht abfallende Fläche entsteht durch die Lage in einer natürlichen Senke, die von mittelalterlichen Häusern eingefasst wird. Die Pavimentierung mit rötlichen Ziegeln, unterteilt in neun Fächer, erinnert an die historische „Regierung der Neun“, die im 13. und 14. Jahrhundert Siena prägte.
Auf der tieferen Seite der Piazza erhebt sich der Palazzo Pubblico, das Rathaus mit seiner markanten, leicht gekrümmten Fassade und dem hohen Torre del Mangia. Der Turm erreicht etwa 102 Meter und gehört damit zu den höchsten mittelalterlichen Türmen Italiens. Vom oberen Umgang eröffnet sich ein nahezu kompletter Rundblick über die Stadt und die toskanische Hügellandschaft.
Siena ist in 17 Contraden unterteilt, Stadtviertel mit eigenen Symbolen, Brunnen, Kirchen und Vereinslokalen. Diese Einteilung ist mehr als eine Folklore-Kulisse; sie bestimmt Zugehörigkeit, Feiern, Rivalitäten und soziale Struktur. Spaziergänge durch die Altstadt werden dadurch zu einer Art Heraldik-Parcours: Über Türen und an Fassaden tauchen Wappen mit Tieren, Fabelwesen oder Alltagsgegenständen auf, die anzeigen, zu welcher Contrada das Haus gehört.
Siena lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die kompakte Altstadt, die weitgehend autofrei ist, ermöglicht es, in kurzer Zeit zwischen den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu wechseln und dabei immer wieder neue Ausblicke zu entdecken. Zu den herausragenden Highlights zählen neben Dom und Piazza del Campo auch:
Ein besonderer Höhepunkt – oder für manche auch eine Herausforderung – ist der Palio di Siena, das berühmte Pferderennen, das zweimal im Jahr, am 2. Juli und 16. August, stattfindet. Die Piazza del Campo verwandelt sich dann in eine Sandbahn, auf der die Contraden gegeneinander antreten. Wer die Stadt in dieser Zeit besucht, erlebt Siena im Ausnahmezustand, sollte aber mit sehr großen Besucherzahlen rechnen und Unterkünfte lange im Voraus sichern.
In Siena gibt es viele interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Hier sind einige Vorschläge:
Piazza del Campo: Die Piazza del Campo bildet mit ihrer muschelförmigen Anlage und der einheitlichen Backsteinarchitektur den optischen Mittelpunkt Sienas. Besucherinnen und Besucher setzen sich auf den schrägen Platz, beobachten das Treiben oder genießen den Blick auf den Torre del Mangia. Cafés und Lokale entlang des Platzes ermöglichen, das Panorama ganz entspannt bei einem Espresso oder einem Glas Wein zu erleben.
Duomo di Siena: Der Dom beeindruckt durch seine farbige Fassade, den reich dekorierten Innenraum und den einzigartigen Marmorboden. Besonders lohnend ist der Besuch, wenn der Fußboden in bestimmten Zeitfenstern teilweise oder komplett freigelegt ist. Das angeschlossene Museo dell’Opera del Duomo und die „Facciatone“-Aussichtsplattform ergänzen den Besuch zu einem umfassenden Dom-Erlebnis.
Torre del Mangia : Der imposante Turm auf der Piazza del Campo bietet einen fantastischen Panoramablick über Siena und die umliegende Landschaft. Der Aufstieg auf den Torre del Mangia erfordert Kondition, wird aber mit einem eindrucksvollen Blick über Dächer, Felder und Hügel belohnt.
Palazzo Pubblico: Der Palazzo Pubblico beherbergt das Museo Civico, in dem unter anderem der berühmte Freskenzyklus „Allegorie der guten und schlechten Regierung“ von Ambrogio Lorenzetti zu sehen ist.
Basilica di San Domenico: Diese Kirche beherbergt die Reliquien der heiligen Katharina von Siena, einer bedeutenden Heiligen der katholischen Kirche.
Santa Maria della Scala: Das ehemalige Hospital Santa Maria della Scala war eines der ältesten sozialen Einrichtungen Europas und diente Pilgern auf dem Weg nach Rom als Anlaufstelle. Heute sind hier Ausstellungen untergebracht, die medizinische Geschichte, religiöse Kunst und die Rolle der Pilgerwege thematisieren. Die weitläufigen Gewölbe und Freskenräume vermitteln ein eindrucksvolles Bild mittelalterlicher Fürsorge.
Pinacoteca Nazionale: Die Nationalgalerie von Siena beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Gemälden aus dem Mittelalter und der Renaissance.
Palio di Siena: Wenn Sie zur richtigen Zeit des Jahres in Siena sind, können Sie das aufregende Pferderennen erleben, bei dem die verschiedenen Stadtviertel von Siena gegeneinander antreten.
Enoteca Italiana: Diese renommierte Weinstube bietet eine große Auswahl an toskanischen Weinen, die Sie verkosten und genießen können.
Spaziergänge durch die mittelalterlichen Gassen: Abseits der Hauptachsen lohnt es, sich treiben zu lassen und kleine Plätze, Seitengassen und Aussichtsbalkone zu entdecken. Besonders schöne Blicke über die Stadt bieten Bereiche nahe der Basilika San Domenico sowie verschiedene Punkte entlang des nördlichen Altstadtrandes, von denen aus sich die Silhouette von Dom und Torre del Mangia gut einfangen lässt.
Siena ist gut in einen Toskana-Aufenthalt integrierbar und eignet sich sowohl für Tagesausflüge als auch für längere Aufenthalte.
Anreise nach Siena :
Parken:
Öffnungszeiten :
Als Geheimtipps zu Siena kann man folgende Empfehlungen geben:
Das Orto de' Pecci: Ein schöner, versteckter Garten am Rande von Siena, der sich perfekt für einen entspannten Spaziergang oder ein Picknick eignet.
Enoteca Italiana: Eine Weinbar, in der Sie eine beeindruckende Auswahl an italienischen Weinen probieren können. Perfekt für Weinliebhaber!
Antica Osteria da Divo: Ein charmantes Restaurant in einer mittelalterlichen Grotte mit toskanischer Küche, das abseits der Touristenpfade liegt.
Santa Maria della Scala: Dieses ehemalige Pilgerhospital bietet heute ein faszinierendes Museum mit historischen Kunstwerken und unterirdischen Gängen zu erkunden.
Spaziergang durch die Contrade: Entdecken Sie die 17 Stadtteile von Siena, die Contrade, und erleben Sie die leidenschaftliche Rivalität bei den berühmten Pferderennen "Palio di Siena".
Terme di Petriolo: Eine natürliche heiße Quelle in der Nähe von Siena, in der Sie in wohltuenden Thermalbecken entspannen können.
Osservatorio Astronomico di Siena: Das Astronomie-Observatorium bietet eine einzigartige Möglichkeit, den Sternenhimmel über Siena zu beobachten.
Chiesa di San Domenico: Eine beeindruckende Kirche mit einer ungewöhnlichen und faszinierenden Kunstinstallation - eine geheime Perle in Siena.
Viel Spaß beim Entdecken dieser Geheimtipps und dem Erkunden der wunderschönen Stadt Siena!
Siena ist eine Stadt, in der sich kulinarische Tradition und ein fein austariertes Gespür für regionale Produkte auf natürliche Weise begegnen. Die Küche ist erdig, aromatisch und eng mit dem landwirtschaftlichen Umland verbunden: Olivenöl von nahen Hängen, Käse aus den Hügeln Richtung Pienza, Wild aus den Wäldern und Weine aus dem Chianti- und Orcia-Gebiet.
Wer abends durch die Gassen rund um Dom und Piazza del Campo schlendert, bemerkt rasch, wie sehr Essen hier als Teil des alltäglichen Lebens verstanden wird. In einfachen Trattorien, gehobenen Ristoranti und Weinlokalen mit kleinen Speisekarten entstehen Menüs, die im besten Sinne toskanisch sind: klare Aromen, wenige Zutaten, lange Garzeiten, viel Geduld.
Viele Reisende möchten die berühmte Piazza del Campo auch kulinarisch im Blick behalten. In der Nähe des Platzes und in den umliegenden Straßen finden sich klassische Lokale, die auf handgemachte Pasta, deftige Suppen und Fleischgerichte setzen. Typisch sind Pici – dicke, mit der Hand gerollte Nudeln – die mit Knoblauch-Tomatensauce (all’aglione), mit Wildragù oder mit saisonalem Gemüse serviert werden. Hinzu kommen Gerichte wie Ribollita, eine dichte Gemüsesuppe mit Brot, oder Cinghiale in umido, langsam geschmortes Wildschwein.
Vegetarische Gäste kommen in dieser Küche erstaunlich gut zurecht. Viele Häuser bieten neben Pastagerichten auch Antipasti mit gegrilltem Gemüse, Salate mit Schafskäse aus der Region, Crostini mit Bohnencremes oder getrockneten Tomaten sowie einfache, aber sorgfältig zubereitete Hauptgerichte mit Hülsenfrüchten oder Pilzen. Gerade im Herbst, wenn Pilze und Kastanien Saison haben, entstehen vegetarische Menüs, die durchaus als vollwertige Alternative zu Fleischgerichten gelten.
Neben den klassischen Speiselokalen hat sich in Siena eine lebendige Szene von Enoteche und Weinbars entwickelt, in denen Glasweise ausgeschenkte Weine die Hauptrolle spielen. Häufig stammen die Flaschen aus dem erweiterten Umland – etwa aus dem Chianti Classico, dem Gebiet um Montalcino oder aus kleineren Appellationen. Dazu werden Teller mit regionalen Käsen, Aufschnitten, eingelegtem Gemüse und warmen Kleinigkeiten gereicht.
In einigen dieser Häuser hat sich ein moderner Kochstil etabliert, der traditionelle Produkte in leichten, teilweise vegetarisch oder pescetarisch ausgerichteten Kombinationen präsentiert. So können etwa kleine Teller mit Burrata und warmen Tomaten, Tartar-Varianten oder Gemüsevariationen mit Kräuterölen auf der Karte stehen, ohne dass die Verbindung zur Region verloren geht. Für Reisende, die eine leichtere Küche bevorzugen oder abends nicht mehr allzu deftig essen möchten, bieten diese Orte eine willkommene Ergänzung zu den klassischen Trattorien.
Kaum eine Siena-Reise endet ohne Begegnung mit den typischen Süßspeisen der Stadt. Panforte, ein dichtes Gebäck aus Nüssen, Trockenfrüchten, Gewürzen und Honig, hat eine lange Tradition und wird in unterschiedlichen Varianten angeboten – von sehr würzig bis milder, mit Schokolade oder Zitrusnoten. Ricciarelli, weiche Mandelgebäcke, werden gerne zu einem Glas Vin Santo oder zu Kaffee gereicht. Daneben begegnen einem Cantucci, knusprige Mandelkekse, die ebenfalls klassisch mit Vin Santo kombiniert werden. Viele Konditoreien und Spezialitätengeschäfte in der Altstadt bieten Verkostungen oder kleine gemischte Pakete, die sich auch als Mitbringsel eignen.
Wer seine Zeit in Siena mit einem besonderen kulinarischen Erlebnis krönen möchte, findet in der erweiterten Umgebung mehrere Fine-Dining-Adressen, die auf nationaler und internationaler Ebene Beachtung gefunden haben. Diese Restaurants verbinden oft radikal saisonale Produktwahl mit präziser Technik und sorgfältig kuratierten Weinkarten.
Ein Beispiel dafür ist ein mit Michelin-Stern(en) ausgezeichnetes Restaurant im weiteren Umland, das sich auf zeitgenössische Interpretationen toskanischer Küche konzentriert. In solchen Häusern stehen Degustationsmenüs im Mittelpunkt, bei denen klassische Zutaten wie Taube, Rind oder regionales Gemüse in mehreren Gängen neu interpretiert werden. Vegetarische Menüs sind häufig auf Augenhöhe mit den fleischbasierten Varianten konzipiert; sie nutzen Kräuter, Wurzeln, Getreide und Käse, um komplexe Texturen und Aromen zu erzeugen.
Charakteristisch für diese Sterneküchen ist:
Von Siena aus lassen sich solche Restaurants oft in 30 bis 60 Minuten Fahrzeit mit dem Auto erreichen. Für einen Abend, der bewusst dem Essen gewidmet ist, kann sich ein Taxi-Transfer anbieten, um die Rückfahrt entspannt zu gestalten. Bei der Planung lohnt es sich, Öffnungszeiten, Ruhetage und Menüzuschnitte direkt auf der Website des Restaurants oder über renommierte Guides zu prüfen.
Siena ist geprägt von einer bodenständigen, regional verankerten Küche, die auf einfachen Zutaten, Zeit und Sorgfalt beruht. Hausgemachte Pasta, Wildgerichte, toskanische Suppen und süße Spezialitäten wie Panforte und Ricciarelli gehören fest dazu. In der Umgebung entstehen bedeutende Weine, darunter Chianti-Varianten und andere toskanische Klassiker.
Für eine gehobene toskanische Küche bietet sich in Siena selbst eine Auswahl an Restaurants an, die traditionelle Gerichte modern interpretieren. In stimmigen Speisesälen oder auf kleinen Terrassen werden regionale Produkte in mehreren Gängen präsentiert, häufig begleitet von sorgfältig zusammengestellten Weinkarten. Wer Wert auf vegetarische Vielfalt legt, findet an vielen Orten entsprechende Optionen – etwa Gemüse-Antipasti, Pasta mit saisonalem Gemüse oder kreative Hauptgerichte auf Basis von Hülsenfrüchten und Käse.
Daneben existiert eine dichte Schicht an Trattorien und Osterien, in denen typische Gerichte wie Pici (dicke, handgerollte Nudeln), Ribollita (Gemüsesuppe mit Brot) oder Cinghiale (Wildschwein) serviert werden. Viele Lokale setzen auf Tagesempfehlungen, die sich an Marktangebot und Saison orientieren. Eine Reservierung am Abend ist insbesondere an Wochenenden empfehlenswert, da die Innenstadtrestaurants sowohl von Touristinnen und Touristen als auch von Einheimischen besucht werden.
Siena liegt in einer Region, die reich an landschaftlichen Kontrasten und kulturell bedeutsamen Orten ist. Innerhalb kurzer Fahrzeiten eröffnen sich mehrere Ausflugsoptionen, die sich gut mit einem Stadtaufenthalt kombinieren lassen.
San Gimignano
Etwa 45 Kilometer nordwestlich von Siena erhebt sich San Gimignano mit seinen charakteristischen Geschlechtertürmen. Die Silhouette wirkt wie eine mittelalterliche Skyline, die schon von weitem sichtbar ist. In den Gassen warten kleine Läden, Kirchen und Aussichtspunkte. Ein Besuch lässt sich gut als Halbtagesausflug realisieren.
Die Crete Senesi
Südöstlich von Siena beginnt die Landschaft der Crete Senesi, eine Hügellandschaft aus Lehmböden, die vor allem in den Abendstunden eine fast unwirkliche Stimmung erzeugt. Zypressenalleen, einzeln stehende Bauernhöfe und weite Horizonte prägen das Bild. Wer gerne fotografiert oder die toskanische Landschaft in Ruhe auf sich wirken lässt, findet hier zahlreiche Panoramastrecken.
Chianti-Gebiet
Nördlich und nordöstlich von Siena erstreckt sich das Chianti-Gebiet, bekannt für Weinproduktion und sanft geschwungene Hügel. Kleine Orte, Weingüter und Landgüter laden zu Verkostungen und Besichtigungen ein. Ein Ausflug in diese Region eignet sich besonders für Reisende, die Wein und Kulinarik mit kurzen Spaziergängen verbinden möchten.
Montepulciano und Pienza
Etwa eine Autostunde südöstlich von Siena liegen Montepulciano und Pienza, zwei Orte mit eigenständigem Charakter. Montepulciano ist für seinen Vino Nobile und seine terrassenartig angelegte Altstadt bekannt, Pienza für seine harmonische Renaissance-Stadtanlage und Pecorino-Käse. Beide lassen sich gut in einer ganztägigen Rundtour verbinden.
Siena verbindet geschlossene mittelalterliche Architektur, lebendige Traditionen und eine überschaubare, gut begehbare Struktur zu einem Stadterlebnis, das intensiv wirkt, ohne zu überfordern. Die Piazza del Campo und der Dom sind ohne Zweifel Hauptanziehungspunkte, doch ebenso lohnend sind stille Gassen, kleine Plätze und die Sichtachsen, in denen Türme, Dächer und Hügel sich zu immer neuen Bildern zusammensetzen.
Wer Zeit mitbringt, entdeckt hinter der bekannten Silhouette eine Stadt mit starkem Gemeinschaftsgefühl, geprägt durch die Contraden und jahrhundertealte Rituale. Gleichzeitig erlaubt die Lage Sienas, in kurzen Distanzen bedeutende Landschaften und Orte der Toskana zu erkunden. Für Reisende, die Italien jenseits reiner Metropolen erleben möchten, bietet Siena eine dichte Mischung aus Geschichte, Kunst, Alltag und Landschaft.
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